Abschlusskonzert 2015

Es war wieder einmal so weit: Die Generalprobe lief, wie erwartet, schief. Katja bekam eine leichte Panikattacke weil sie nicht wusste was sie noch tun konnte, um die Aufmerksamkeit der Choristen – oder „Chorlis“ wie sie uns liebevoll nennt – auf sich zu ziehen.
Aber zum Glück wissen wir aus Erfahrung, dass die Aufführungen aufgrund der höheren Anspannung dann doch meistens gut werden.
Außerdem hat Katja beim Konzert immer die Möglichkeit, ihre Schönheit in ihren zum Motto passenden Outfits zu entfalten und so vielleicht noch die letzten (meist männlichen) Chorlis auf sie aufmerksam zu machen.

In diesem Jahr haben wir unsere Abschlusskonzerte das erste mal in einer Kirche – ausgerechnet jener, in deren Pfarrkindergarten ich damals meine (mittlerweile abgeklungene) Aversion gegen Pilze entwickelt habe – gesungen. Passend dazu gab es das erste Mal ein rein klassisches Programm.

Begonnen haben wir mit einem gregorianischen Choral in reiner Männerbesetzung. Dieser wurde von der Empore zur eigentlichen Bühne hin gesungen – das war schon ein ziemlich mächtiges Gefühl.

Dann startete unser Programm seine Reise durch die Zeit: Von den Teils schmutzigen Texten der Renaissance („Matona Mia Cara“), ging es über die Wiener Klassik (Mozarts „Ave Verum) und Romantik (Schuberts „Herr du hast mein Flehn vernommen“ und Schumanns „Ich bin geliebt“) bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen wie Patrick Hawes „Quanta Qualia“ oder Eric Whitacres „Seal Lullaby“.

Am Ende wussten wir alle und auch Katja: Ihr Outfit und ihre übertrieben großen, fast schon einem Tanz gleichenden Dirigierbewegungen haben wieder einmal den Abend gerettet.

Es war, wie jedes Jahr, eine Freude für uns SängerInnen. Und wäre das noch nicht genug, kommt zu den vielen Hormonen die beim Singen immer so ausgeschüttet werden, am Ende auch das schöne und persönliche (meistens fast ausschließlich positive) Feedback von unseren Freunden und Verwandten hinzu. Am Ende wurden dann noch die leckeren Reste vom Buffet verspeist und auf gings zum Feiern – natürlich ein fixer Bestandteil des jährlichen Rituals.

Jakob

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